• Stephan Edenhofer

Andreas Kern 08.10.2021 Herbstblues

Aktualisiert: Okt 24

Die Bösen haben sich scheinbar den Herbstblues eingefangen und sind in eine Korrektur übergegangen. Den Anlegern kann man es nicht verübeln, die Störfeuer sind so zahlreich wie schon lange nicht mehr.


Rasant steigende Energiepreise, angespannte Lieferketten, Sorgen um den chinesischen Immobilienmarkt, die Tapering-Diskussion und nicht zuletzt der politische Wettstreit in den USA um die Anhebung der Schuldenobergrenze und das von Biden vorgeschlagene Infrastrukturpaket. Alles in allem ergeben diese Zutaten einen fast toxischen Cocktail.


Wenn die schlechte Stimmung die beste Nachricht ist


Auch in diesem Jahr war es ratsam, der Regel „Sell in May and go away“ zu folgen. Seit dem Frühjahr stagnieren die großen Indizes, negative Überraschungen wie zuletzt bei Teamviewer oder dem von Shortsellern unter Beschuss genommenen Immobilienkonzern Adler Group überlagern die vorhandenen Lichtblicke. Allein das negative Sentiment können die Bullen aktuell als klassischen Kontraindikator für sich verbuchen. Aber erst der Verlauf der Berichtssaison wird Klarheit bringen, die Erwartungshaltung hat sich jedenfalls auf überschaubarem Niveau eingependelt.


Das eine tun, ohne das andere zu lassen


Der „Wettstreit“ zwischen Value und Growth ist fast so alt, wie die Börse selbst. Für Stephan Edenhofer ( firstclass ) sind beide Ansätze durchaus miteinander vereinbar. Mit dem von ihm geführten wikifolio firstclass stock picking setzt er sowohl auf Wachstumsunternehmen als auch auf klassische Value-Aktien. Bei seiner Werteauswahl achtet Edenhofer besonders auf den Umsatz- und Gewinnausblick, die Wettbewerbssituation und einen möglichst langen Lebenszyklus der jeweiligen Technologie. Außerdem sollte der Gründer gleichzeitig den Posten des CEO ausfüllen. Edenhofer bindet sich gerne langfristig, nimmt gegebenenfalls aber auch Rohstoff-ETFs/ETCs auf und variiert die Cash-Quote fallweise. Unter den Top Holdings finden sich derzeit die US-Schwergewichte Amazon , McDonald’s und Alphabet . Edenhofer dürfte daher gespannt den Start der Berichtssaison verfolgen. Sowohl auf Jahressicht (+13,7 %) als auch seit Auflage im Januar 2019 (+80,7 %) fällt das Ergebnis seiner Auswahlstrategie überzeugend aus.




Was kommt?


  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Die starke Preisentwicklung ist derzeit eines von mehreren Störfeuern, dass die Börsen in Atem hält. Anleger werden daher sehr genau auf die neuen Daten zu den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch schauen. Gleiches gilt für das FOMC-Protokoll, aus dem sich vielleicht neue Erkenntnisse über den Tapering-Prozess der Fed ergeben könnten. Ein wichtiger Konjunkturindikator sind darüber hinaus die US-Einzelhandelsumsätze, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Berichtssaison eröffnet einen Tag zuvor traditionell der Aluminiumproduzent Alcoa.


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